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Luftbild einer Deichbaustelle für Hochwasserschutz, auf der Naue Bentofix® GCLs als Dichtungskomponente eingebaut werden.

Hochwasserschutz

Geobaustoffe für Deiche, Dämme und Wasserbauwerke

Hochwasserschutz in Wasserbau beschreibt die Planung und den Bau von Deichen, Dämmen im Binnenland und Deckwerken, die Siedlungen, Infrastrukturen und landwirtschaftliche Flächen vor Überflutung schützen. Weicher Untergrund, Wellenschlag und Sickerwasser stellen entscheidende Herausforderungen dar. Bentofix® geosynthetische Tondichtungsbahnen, Secugrid® HS Geogitter und Secutex® H Geotextilien bieten bewährte Abdichtungs-, Bewehrungs- und Filtrationslösungen, die den nationalen und europäischen Normen entsprechen.

Auf einen Blick

  • Bau hochwassersicherer Deiche, Dämme/Deiche (Binnenland), Dämme und Küstenschutzbauwerke mit Geobaustoff-Abdichtungs-, Bewehrungs- und Filtrationssystemen
  • Bentofix® GTD, Secugrid® HS Geogitter, Secutex® H Filtergeotextil
  • Weicher Boden, Torf, organischer Schluff, sandiges Auffüllmaterial, wechselndes anstehendes Material
  • DIN 19712, BAW guidelines (TLG, RPG), EN 13361, EN ISO 10319, BRAD16
  • Flussdeiche, Küstendeiche, Rückhaltebecken, Kanalabdichtungen, Regenwasserdämme

Hochwassersichere Bauweise: hydraulische Herausforderungen im Wasserbau meistern

Herausforderungen

  • Weicher, organischer oder bindiger Untergrund (Torf, Schluff, Ton)
  • Sickerwasserabfluss und innere Erosion durch den Deichkörper
  • Wellenauflauf und hydraulische Beanspruchung der wasserseitigen Böschung
  • Knappheit oder hohe Kosten von natürlichem verdichtetem Ton
  • Strenge regulatorische Anforderungen (DIN 19712, BAW)

Lösung

  • Bentofix® GTD als wasserseitige Abdichtung (ersetzt verdichteten Ton)
  • Secugrid® HS für Basisbewehrung auf weichem Untergrund
  • Secutex® H als Filter-/Schutzschicht im Entwässerungsprisma
  • Produkte geprüft und zugelassen nach BAW TLG 2018 und BRAD16

Ergebnis

  • Wirksame hydraulische Barriere: k = 1,2 × 10⁻¹¹ m/s (Bentofix® NSP 4900)
  • Stabiler Deich auf weichem Untergrund
  • Kürzere Bauzeiten durch schnelleren Einbau
  • Langfristige Nutzungsdauer: Bentofix® gemäß BRAD16 für den Dammbau zugelassen

Hochwasserschutz: typische Anwendungen im Wasserbau

Geobaustoffe von Naue kommen überall dort zum Einsatz, wo in wasserhaltenden Bauwerken eine langfristige hydraulische Abdichtung, eine konstruktive Bewehrung und eine zuverlässige Filtration erforderlich sind.

  • Dams and dykes

    Flussdeiche und Dämme (Binnenland)

    Dauerhafter Hochwasserschutz an Flüssen: wasserseitige Abdichtung und Basisbewehrung auf weichem Untergrund.

  • Dykes

    Küstendeiche

    Wellenbeständiger Schutz für Küstengemeinden durch robuste GTD-Abdichtungssysteme.

  • Storm water retention pond

    Rückhaltebecken und Überschwemmungsgebiete

    Undurchlässige Rückhaltung für Regenwasserrückhaltebecken und Bereiche mit kontrollierter Hochwasserableitung.

  • Canal construction

    Kanalabdichtungen und Wasserwege

    Abdichtung von Bewässerungs- und Schifffahrtskanälen mit geringer Durchlässigkeit, um Versickerungsverluste zu verhindern.

Bauarbeiter und Bagger rollen eine Bentofix® GTD auf einem Damm im Rahmen eines Hochwasserschutzprojekts aus.
Bauarbeiter und Bagger rollen eine Bentofix® GTD auf einem Damm im Rahmen eines Hochwasserschutzprojekts aus.

Robust unter Baustellenlasten, zuverlässig im Betrieb

Wasserbauprojekte erfordern Materialien, die sowohl dem Baustellenverkehr als auch langfristigen hydraulischen Belastungen standhalten. Bentofix® geosynthetische Tondichtungsbahnen (GTDs) werden durch Ausrollen der Bahnen auf der vorbereiteten Böschung und Überlappung der Nähte um die vorgesehene Mindestbreite eingebaut. Der selbstdichtende Bentonitkern wird bei Kontakt mit Feuchtigkeit aktiviert, sodass zusätzliche Abdichtungsmaßnahmen in den Überlappungsbereichen entfallen.

Praktische Vorteile:

  • Selbstdichtende Überlappungen: An den Nahtbereichen sind weder Klebstoff noch Schweißen erforderlich.
  • Vernadelte Faserstruktur überträgt Scherkräfte durch den Bentonitkern.
  • Bentofix® B 4000 BRAD16 erfüllt alle Anforderungen der Brandenburger Deichrichtlinie.
  • Secugrid® HS quer zur Deichachse mit 50 cm Überlappung als Basisbewehrung eingebaut.
  • Secutex® HB Sandmatte: Widerstand gegen dynamisches Durchschlagverhalten (BAW RPG: 1.800 Nm) für den Einsatz im Deckwerk.

Hochwasserschutz im Wasserbau: häufig gestellte Fragen

Geobaustoffe für den Hochwasserschutz nutzen ingenieurtechnisch ausgelegte geosynthetische Tondichtungsbahnen (GTDs), Geogitter und Geotextilien, um Hochwasserschutzbauwerke wie Deiche und Dämme. Sie sind überall dort erforderlich, wo weicher Untergrund, begrenzte Verfügbarkeit von Ton oder strenge hydraulische Anforderungen konventionelle Erdbauweisen unwirtschaftlich oder nicht praktikabel machen.

Die Auswahl hängt von der primär erforderlichen Funktion ab. Bentofix® übernimmt die wasserseitige Abdichtung, Secugrid® HS die Basisbewehrung auf weichem Untergrund, Secutex® H und HB die Filter- und Schutzfunktion am Dränprisma. In vielen Projekten werden zwei oder alle drei Produkte als aufeinander abgestimmtes System eingesetzt. Nutzen Sie den Naue SolutionFinder für eine digitale, fragebasierte Unterstützung oder kontaktieren Sie den technischen Support von Naue.

Zu den wichtigsten Normen gehören DIN 19712 (Hochwasserschutzdeiche in Deutschland), die BAW Technischen Lieferbedingungen TLG 2018 (Geotextilien im Wasserbau), das BAW-Prüfverfahren RPG (dynamisches Durchschlagverhalten), EN 13361 (geosynthetische Barrieren für Speicherbecken und Dämme) und EN 14150 (Durchlässigkeit von GTDs). Für den Dammbau in Brandenburg gilt ausdrücklich die Richtlinie BRAD16.

Bentofix® Bahnen werden von der Böschungskrone zum Böschungsfuß hin abgerollt und mit der vorgesehenen Nahtbreite (typischerweise 300–500 mm) überlappt. Die Nähte sind durch die Hydratation des Bentonits selbstdichtend, sodass kein Schweißen oder Kleben erforderlich ist. Eine schützende Deckschicht aus nichtbindigem Boden und Oberboden wird über der GTD eingebaut und mit Gras eingesät. Secugrid® HS wird am Deichfuß mithilfe einer Verlegetraverse horizontal verlegt; benachbarte Bahnen überlappen sich quer zur Einbaurichtung um 50 cm.

Ja. Bentofix® GTDs werden gemäß BAW TLG 2018 und der BRAD16-Leitlinie des Landes Brandenburg für Dämme geprüft und zugelassen. Secutex® HB (Sandmatte) werden hinsichtlich der hydraulischen Filtrationseffizienz für die Bodentypen A, B und C nach BAW RPG bewertet. Secugrid® HS erfüllt die Zuganforderungen nach EN ISO 10319 für Basisbewehrungsanwendungen. Vollständige Zulassungsunterlagen sind auf Anfrage erhältlich.

Ja. Referenzprojekte sind unter anderem der 3 km lange Oderdeichumbau zwischen Friedrichsthal und Gartz (Secugrid® HS, 63.000 m², Fertigstellung 2019), der Deich Neuzeller Niederung in Brandenburg (Bentofix® B 4000 BRAD16, 3 km Abschnitt, Fertigstellung 2020) und der Onod-Deich in Ungarn (Bentofix® NSP 4900, 64.000 m², 2011). Weitere Informationen und zusätzliche Projektberichte finden Sie in unseren Fallstudien.

BRAD16 ist die Brandenburgische Richtlinie für den Einsatz von geosynthetischen Tondichtungsbahnen (GTDs) im Dammbau, die erstmals 2016 veröffentlicht wurde. Sie legt technische Anforderungen an das GTD-Produkt, die Bemessung des Abdichtungssystems und den Einbau auf wasserhaltenden Erdbauwerken fest. Bentofix® B 4000 BRAD16 ist die spezifische Naue Variante, die für die dauerhafte Anwendung in Dämmen in Brandenburg und vergleichbaren regulatorischen Rahmenbedingungen ausgelegt und geprüft wurde, um die Anforderungen der BRAD16 vollständig zu erfüllen.

Naue Bentofix® GTDs können in marinen und tidalen Umgebungen eingesetzt werden, vorbehaltlich einer standortspezifischen Bemessungsprüfung. GTDs mit Natriumbentonit benötigen Süß- oder Brackwasser für eine ausreichende Hydratation; die Leistungsfähigkeit unter Bedingungen mit hoher Salzkonzentration muss vor dem Vorsehen durch den technischen Support bestätigt werden. Für Deichanwendungen im Küstenbereich, bei denen sowohl eine Abdichtung als auch eine Einbaustabilität unter Welleneinwirkung erforderlich ist, bieten verstärkte Bentofix® Varianten mit Vliesstoff auf beiden Seiten eine erhöhte Grenzflächenreibung und Durchstoßfestigkeit.

Hochwasserschutzbemessung: normenbasierter Wasserbau

Die Dimensionierung von Geobaustoff-Systemen für den Hochwasserschutz erfolgt nach anerkannten internationalen Normen. Naue stellt technischen Support, Produktdatenblätter und Bemessungshinweise zur Verfügung, um Ingenieure bei der Spezifikation des geeigneten Systems für jedes Projekt zu unterstützen.

  • DIN 19712: Technische Anforderungen an Hochwasserschutzdeiche: Geometrie, Standsicherheit, Abdichtung und Prüfung
  • BAW TLG 2018: Technische Lieferbedingungen für Geotextilien im Wasserbau (Bundeswasserstraßen in Deutschland)
  • BAW RPG: Prüfverfahren für das dynamische Durchschlagverhalten, das für Deckwerksgeotextilien und Sandmatten gilt
  • EN 13361: Geobaustoff-Dichtungsbahnen für den Bau von Speicherbecken und Dämmen
  • EN ISO 10319: Zugeigenschaften von Geobaustoffen mit dem Breitstreifen-Zugversuch
  • BRAD16: Brandenburger Richtlinie für GTDs im Deichbau (Ausgabe 2016)
  • EN 14150: Hydraulische Durchlässigkeit von geosynthetischen Tondichtungsbahnen: Bentofix® k = 1,2 × 10⁻¹¹ m/s
Aufgeschnittene Querschnittsdarstellung eines Hochwasserschutzdeichs mit Naue Geobaustoffen in ihren Einbaulagen: Bentofix® als wasserseitige Abdichtungsschicht im Deichkörper, Naue Secutex® H unter der Deckwerkssteinschüttung und zum Schutz des Dränkerns auf der Landseite, Secugrid® HS zur Bewehrung des Deichfußes sowie Secugrid® zur Stabilisierung der Deichkrone und der Deichverteidigungsstraße.
Aufgeschnittene Querschnittsdarstellung eines Hochwasserschutzdeichs mit Naue Geobaustoffen in ihren Einbaulagen: Bentofix® als wasserseitige Abdichtungsschicht im Deichkörper, Naue Secutex® H unter der Deckwerkssteinschüttung und zum Schutz des Dränkerns auf der Landseite, Secugrid® HS zur Bewehrung des Deichfußes sowie Secugrid® zur Stabilisierung der Deichkrone und der Deichverteidigungsstraße.
Dieser Querschnitt zeigt die Interaktion der Geobaustoffe von Naue in einem Hochwasserschutzdeichsystem. Bentofix® bildet die wasserseitige Abdichtung im Deichkörper. Naue Secutex® H wird unter der Steinschüttung eingebaut und schützt den Dränkern auf der Landseite durch Filtration und Trennung. Secugrid® HS wird am Deichfuß zur Stabilisierung des weichen Untergrunds eingesetzt, während Secugrid® die Straße auf der Deichkrone und die Deichverteidigungsstraße stabilisiert.
Dieser Querschnitt zeigt die Interaktion der Geobaustoffe von Naue in einem Hochwasserschutzdeichsystem. Bentofix® bildet die wasserseitige Abdichtung im Deichkörper. Naue Secutex® H wird unter der Steinschüttung eingebaut und schützt den Dränkern auf der Landseite durch Filtration und Trennung. Secugrid® HS wird am Deichfuß zur Stabilisierung des weichen Untergrunds eingesetzt, während Secugrid® die Straße auf der Deichkrone und die Deichverteidigungsstraße stabilisiert.

Aufbau von Hochwasserschutzsystemen: wie Geobaustoffe von Naue zusammenwirken

  1. Bentofix® GTD für durchgehende wasserseitige Abdichtung, k = 1,2 × 10⁻¹¹ m/s
  2. Secugrid® HS Geogitterbewehrung stabilisiert weichen, organischen Untergrund
  3. Secutex® HB Filtrationsschicht am Dränprisma verhindert Piping
  4. Selbstdichtende Überlappungen machen Schweißen oder Klebstoff überflüssig
  5. Reduzierter Materialeinsatz im Vergleich zu einem Aufbau aus verdichtetem Ton

Downloads und Services

  • Flood protection with Secugrid® HS geogrids in dyke constructionYouTubeAnsehen
  • Safe levees rehabilitationYouTubeAnsehen

Geotechnische Software

Naue Portal - the free digital platform for geotechnical engineers.

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  • Eine Plattform – mehrere Lösungen: Zugriff auf eine große Bandbreite geotechnischer Bemessungswerkzeuge in einem einzigen Portal.
  • Benutzerfreundlich und zugänglich: jederzeit und überall über Desktop oder Mobilgerät verfügbar.
  • Optimierte Kosten- und Materialnutzung: Baukosten senken und gleichzeitig die langfristige Standsicherheit des Projekts sicherstellen.
  • Konform mit Branchenstandards: entspricht AASHTO und weiteren technischen Richtlinien.