Direkt zum Inhalt springen
Vertikale Luftaufnahme einer fertiggestellten Deponie mit einer Oberflächenabdichtung von Naue. Die wiederhergestellte Deponie weist terrassierte Böschungen mit etablierter Vegetation auf, während die integrierte Bentofix®-GTD, Carbofol®-Kunststoffdichtungsbahn und Secudrain®-Dränverbundbahn eine langfristige Rückhaltung, kontrollierte Dränung und Umweltschutz unter der endgültigen Überdeckung gewährleisten.

Abdichtungssysteme für Deponieoberflächenabdichtungen

Geobaustoffe für Abdichtung, Dränung und Wiederherstellung

Deponieoberflächenabdichtung bezeichnet den Bau eines technischen Barriere-Systems, das über einem fertig verfüllten Deponiekörper angeordnet wird. Es verhindert die Bildung von Sickerwasser, begrenzt die Gaswanderung und ermöglicht eine sichere Wiederherstellung des Standorts. Eindringendes Regenwasser, steile Böschungen und langfristige Setzungen stellen erhebliche ingenieurtechnische Herausforderungen dar. Carbofol® Kunststoffdichtungsbahnen, Bentofix® geosynthetische Tondichtungsbahnen (GTD; auch bekannt als Bentonitmatte) und Secudrain® Drän-Geoverbundprodukte bieten eine bewährte, regelkonforme und wirtschaftliche Lösung für die Oberflächenabdichtung.

Auf einen Blick

  • Technische Barriere, die auf fertiggestellten Deponiekörpern angeordnet wird, um die Bildung von Sickerwasser zu verhindern, die Migration von Deponiegas zu kontrollieren und die Wiederherstellung der Deponiefläche zu ermöglichen.
  • Produkte: Carbofol®, Bentofix®, Secudrain®, Secutex®
  • Standortbedingungen: Böschungen bis 1V:2,5H; weicher Untergrund; Deponiegas erzeugende Abfälle; verunreinigtes Sickerwasser; wechselnde Setzungen
  • Kostensenkung im Vergleich zu einer verdichteten Tonabdeckung; typischer Bereich 20–40 %
  • Normen/Vorschriften: Eurocode 7, EN 13257, EN 13493:2005+A1:2016, GRI GM-13, Landfill Directive 1999/31/EC, DepV (Deponieverordnung, Deutschland), LAGA (DE), EPA Subtitle D (40 CFR Part 258, US), EA (UK)
  • Typische Projekte: Hausmülldeponien, industrielle Abfallstandorte, Rekultivierung und Sanierung von Altlasten

Deponieoberflächenabdichtung: Herausforderungen, geosynthetische Lösungen und messbare Ergebnisse

Herausforderungen

  • Eindringendes Regenwasser erzeugt Sickerwasser und verunreinigt Grundwasser
  • Steile Böschungen stellen die Standsicherheit herkömmlicher Tonbarrieren in Frage
  • Die Migration von Deponiegas führt zu Umwelt- und Sicherheitsrisiken
  • Langfristige Setzungen beanspruchen die Oberflächenabdichtungsschichten
  • Behördliche Vorgaben und Genehmigungsauflagen erfordern nachweislich bewährte Lösungen

Lösung

  • Carbofol® HDPE-Kunststoffdichtungsbahnen als primäre undurchlässige Barriere-Schicht
  • Bentofix® GTD als mineralische Dichtungskomponente (k = 1,2 x 10⁻¹¹ m/s)
  • Secudrain® Geoverbundprodukte für Dränung und Oberflächenwassermanagement
  • Komplette Systemlösung aus einer Hand: Planung, Lieferung und Einbaubegleitung durch Naue
  • Böschungsstabilitätsanalyse und Rahmenscherversuche

Ergebnis

  • Wirksame Verhinderung von Sickerwasser und zertifizierter Grundwasserschutz
  • Standsichere Oberflächenabdichtung auf Böschungen bis 1V:2,5H, nach Eurocode-7-Analyse nachgewiesen
  • Bis zu 40 % Materialkosteneinsparung im Vergleich zu herkömmlichen Oberflächenabdichtungen aus verdichtetem Ton
  • Schnellerer Einbau verkürzt den Projektzeitplan und verringert die Betriebskosten auf der Baustelle
  • Von BAM zugelassene und LAGA-zertifizierte Produkte für Deponien der Klassen I und II

Deponieoberflächenabdichtung: typische Anwendungen für geosynthetische Dichtungsbahnsysteme

Geobaustoff-Systeme von Naue kommen überall dort zum Einsatz, wo normgerechte Rückhaltung, langfristige Abdichtung und eine wirtschaftliche Stilllegung von Standorten erforderlich sind.

  • Capping sealing system - municipal solid waste landfills

    Hausmülldeponien

    Normgerechte technische Deponieoberflächenabdichtung mit Abdichtung, Dränung und Gasdrainage.

  • Capping sealing system - industrial waste disposal sites

    Industrielle Abfallstandorte

    Robuste Barriere gegen gefährliches Sickerwasser und die Migration von Schadstoffen.

  • Capping sealing system - brownfield remediation

    Sanierung von Altstandorten

    Geobaustoff-Abdichtungsschicht für die Stilllegung von Altlasten- und verunreinigten Flächen.

  • Capping sealing system - hazardous waste facilities

    Rückhaltung gefährlicher Abfälle

    Hochleistungsbarrieresysteme für gefährliche und spezielle Abfallkörper.

Luftbild eines Deponieabschlussprojekts mit dem Einbau eines Naue-Oberflächenabdichtungssystems. Bentofix®-geosynthetische Tondichtungsbahnen, schwarze Carbofol®-Kunststoffdichtungsbahnen und Secudrain®-Dränverbundstoffe werden auf den Deponieböschungen und dem Plateau eingebaut und bilden ein mehrlagiges endgültiges Oberflächensystem zur langfristigen Rückhaltung, Dränung und zum Umweltschutz.
Luftbild eines Deponieabschlussprojekts mit dem Einbau eines Naue-Oberflächenabdichtungssystems. Bentofix®-geosynthetische Tondichtungsbahnen, schwarze Carbofol®-Kunststoffdichtungsbahnen und Secudrain®-Dränverbundstoffe werden auf den Deponieböschungen und dem Plateau eingebaut und bilden ein mehrlagiges endgültiges Oberflächensystem zur langfristigen Rückhaltung, Dränung und zum Umweltschutz.

Zuverlässig im Einsatz - für anspruchsvolle Standortbedingungen

Deponieoberflächenabdichtungen erfolgen unter extremen Einbaubedingungen: steile Böschungen, weiche oder unregelmäßige Abfalloberflächen und terminkritische Bauabläufe. Carbofol® Kunststoffdichtungsbahnen und Bentofix® GTDs sind für diese Bedingungen als technische Barrieren ausgelegt. Beide Produkte sind nach einschlägigen europäischen und internationalen Normen zertifiziert und wurden mit vollständiger behördlicher Anerkennung an Böschungen bis 1V:2,5H eingebaut.

Praktische Vorteile:

  • Vernadelte Bentofix® GTD/Bentonitmatten bieten eine in mehrere Richtungen wirkende Scherfestigkeit und sind für steile Böschungen bis 1V:2,5H geeignet.
  • Carbofol® MF Kunststoffdichtungsbahn verfügt über 31.500 Reibungsanker pro m² mit einer Höhe von 900 Mikrometern. Dies maximiert die Grenzflächenreibung auf anspruchsvollen Böschungen.
  • Secudrain® Dränamtten leiten Oberflächenwasser effizient ab und verhindern schädliche Wasseransammlungen oberhalb des Dichtungselements.
  • Die vollständige Systemlieferung aus einer Hand verringert das Schnittstellenrisiko zwischen den Schichten und vereinfacht die Beschaffung.

Deponieoberflächenabdichtungssysteme: häufig gestellte Fragen

Eine Deponieoberflächenabdichtung ist eine technische Barriere, die auf einem fertig verfüllten Deponiekörper angeordnet wird. Sie verhindert das Eindringen von Niederschlagswasser, begrenzt die Sickerwasserbildung und kontrolliert die Gaswanderung. Geobaustoff-Oberflächenabdichtungen verwenden Carbofol® Kunststoffdichtungsbahnen, Bentofix® GTD und Secudrain® Geoverbundprodukte, um eine normgerechte, langfristige Rückhaltung sicherzustellen. Die abgedichtete Oberfläche kann nach Abschluss der Arbeiten als Grünland oder für eine andere Nachnutzung wiederhergestellt werden.

Die Auswahl hängt von der Abfallklasse, der Böschungsneigung und den behördlichen Anforderungen ab. Für nicht gefährliche Hausmülldeponien kann jedes der beiden Produkte als primäre Barriere eingesetzt werden. Für gefährliche oder industrielle Abfälle ist ein kombiniertes System aus Carbofol® Kunststoffdichtungsbahn und Bentofix® GTD erforderlich, um die benötigte Rückhaltung zu erreichen. Ingenieure von Naue können Sie bei der optimalen Spezifikation für Ihr Projekt beraten.

Die Bemessung von Deponieoberflächenabdichtungen in Europa wird durch die Deponierichtlinie (EU 1999/31/EG), den Eurocode 7 für die geotechnische Bemessung, EN 13361 (Kunststoffdichtungsbahnen in Deponien) und EN 13257 (Geotextilien in Siedlungsabfällen) geregelt. In Deutschland gelten BAM-Zulassung und LAGA-Anforderungen. Im Vereinigten Königreich sind die Richtlinien der Environment Agency anzuwenden. Naue Produkte werden im Rahmen dieser Regelwerke geprüft und zugelassen.

Geobaustoff-Oberflächenabdichtungssysteme vermeiden die Kosten für die Gewinnung, den Transport und die Verdichtung großer Tonmengen. Kürzere Einbauzeiten verringern zudem die Betriebskosten auf der Baustelle und beschleunigen das Erreichen von Meilensteinen bei der Genehmigungsauflage zur Stilllegung.

Bentofix® GTD erfordern keine Schweißarbeiten vor Ort und können von Baustellenteams mit Standardgeräten eingebaut werden. Carbofol® HDPE-Kunststoffdichtungsbahnen erfordern Keil- oder Extrusionsschweißen durch qualifizierte Abdichtungsfachbetriebe. Secudrain® Dränmatten werden werkseitig einbaufertig ausgeliefert. Naue stellt während des gesamten Projektablaufs Einbauanleitungen und technischen Support zur Verfügung.

Ja. Carbofol® Kunststoffdichtungsbahnen sind von der BAM für den Einsatz in Deponien zugelassen. Bentofix® GTD verfügen über eine LAGA-Zulassung für deutsche Deponieklasse I und II. Die Produkte entsprechen europäischen Normen, einschließlich EN 13361 und EN 13257. Projektspezifische Zulassungen und Prüfzeugnisse stehen auf Anfrage zur Verfügung.

Sowohl Carbofol® Kunststoffdichtungsbahnen als auch Bentofix® GTD nehmen Setzungsdifferenzen besser auf als starre Tonschichten. Die flexible Eigenschaft von HDPE und der Natriumbentonit in GTDs ermöglichen geringfügige Bewegungen, ohne die Integrität der Barriere zu beeinträchtigen. Secudrain® Geoverbundprodukte erhalten die Dränfunktion auch unter Druckbelastungen durch den Oberboden. Unsere Ingenieure überprüfen die Setzungskompatibilität in der Planungsphase.

Ja. Unterhalb des Dichtungselements kann z.B. eine Gasdrän- oder Entlüftungsschicht mit Geoverbundprodukten vorgesehen werden. Diese Schicht sammelt Deponiegas und leitet es zu Gasentnahmepunkten, um einen Druckaufbau unterhalb der Abdichtungsschicht zu verhindern, der die Integrität der Oberflächenabdichtung beeinträchtigen könnte. Ingenieure von Naue bemessen Gasmanagementschichten als Bestandteil der vollständigen Spezifikation des Oberflächenabdichtungssystems. Kontaktieren Sie uns für eine projektspezifische Auslegung der Gasableitung.

Die Grenzflächenreibung zwischen Carbofol® Kunststoffdichtungsbahn und Bentofix® GTD wird durch objektspezifische Rahmenscherversuche gemäß Eurocode 7 und den Parametern von GRI GM-13 nachgewiesen. Die Carbofol® MF (MegaFriction) Kunststoffdichtungsbahn mit 31.500 Reibungsankern pro m² bei einer Höhe von 900 Mikrometern erhöht die Grenzflächenreibung im Vergleich zu glatten Kunststoffdichtungsbahn-Varianten deutlich. Unsere Ingenieure unterstützen bei der Erstellung von Böschungsstabilitätsberechnungen und Rahmenscherversuchsdaten für projektspezifische Oberflächenabdichtungen auf Böschungen bis 1V:2,5H.

Bemessung von Deponieoberflächenabdichtungen: normativer Rahmen und projektspezifische Berechnungen

Geobaustoff-Systeme für Deponieoberflächenabdichtungen müssen die nationalen und europäischen rechtlichen Rahmenbedingungen einhalten. Gerne führen wir für Sie Böschungsstabilitätsanalysen und Rahmenscherversuche durch und erstellen produktspezifische Vorgaben, die auf Ihr Projekt zugeschnitten sind.

  • EU-Deponierichtlinie 1999/31/EG: Anforderungen an Basis- und Oberflächenabdichtungen für Deponien in der EU - Carbofol®, Bentofix®, Secudrain®
  • Eurocode 7 (EN 1997): Geotechnische Bemessung und Böschungsstabilitätsanalyse – alle Oberflächenabdichtungsprodukte
  • EN 13361: Kunststoffdichtungsbahnen für den Bau von Speicherbecken und Dämmen; auch für Deponieanwendungen herangezogen - Carbofol®
  • EN 13257: Geotextilien für Hausmüllanwendungen - Secutex®, Bentofix®
  • GRI GM-13: Prüfeigenschaften für HDPE-Kunststoffdichtungsbahnen - Carbofol® HDPE
  • BAM (Deutschland): Zulassung der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung für Deponie-Geobaustoffe - Carbofol®, Bentofix®, Secudrain®
  • LAGA (Deutschland): Zulassung für GTD in den deutschen Deponieklassen I und II - Bentofix® NSP 4000/4900
  • EA CQA Guidelines (UK): Construction Quality Assurance für Deponien im Vereinigten Königreich – alle Produkte für Deponieoberflächenabdichtungen
Nahaufnahme des Heißkeilschweißverfahrens an einer Naue Carbofol® Kunststoffdichtungsbahn während des Einbaus der endgültigen Deponieoberflächenabdichtung. Eine automatische Schweißmaschine erzeugt eine durchgehende, hochwertige Schweißnaht zwischen überlappenden Kunststoffdichtungsbahnen und stellt so ein zuverlässiges und dauerhaftes Abdichtungssystem für die Deponieoberfläche sicher.
Nahaufnahme des Heißkeilschweißverfahrens an einer Naue Carbofol® Kunststoffdichtungsbahn während des Einbaus der endgültigen Deponieoberflächenabdichtung. Eine automatische Schweißmaschine erzeugt eine durchgehende, hochwertige Schweißnaht zwischen überlappenden Kunststoffdichtungsbahnen und stellt so ein zuverlässiges und dauerhaftes Abdichtungssystem für die Deponieoberfläche sicher.

Deponieoberflächenabdichtungssystem: Schichtaufbau und funktionale Vorteile

  1. Undurchlässige Abdichtungsschicht: Carbofol® HDPE-Kunststoffdichtungsbahn mit GM-13-Zertifizierung
  2. Redundante mineralische Barriere: Bentofix® GTD mit k = 1,2 × 10⁻¹¹ m/s
  3. Dränung und Ableitung von Oberflächenwasser: Secudrain® Geoverbundprodukt oberhalb des Dichtungselements
  4. Grenzflächenreibung an steilen Böschungen: Carbofol® MF (MegaFriction) - 31.500 Anker/m²
  5. Flexible Leistungsfähigkeit bei Setzung: System bleibt bei Bewegungen nach der Stilllegung intakt

Downloads und Services

  • Safe landfill capping with Bentofix® as safe landfill barrierYouTubeAnsehen
  • Landfill capping - fast and safe - professional installation of a geomembraneYouTubeAnsehen
  • Landfill capping - fast and safe - professional installation of a geosynthetic clay linerYouTubeAnsehen

Geotechnische Software

Naue Portal - the free digital platform for geotechnical engineers.

Naue Portal: Ihre kostenlose All-in-one-Geotechnik-Software für Planung und Kostenschätzung

  • Eine Plattform – mehrere Lösungen: Zugriff auf eine große Bandbreite geotechnischer Bemessungswerkzeuge in einem einzigen Portal.
  • Benutzerfreundlich und zugänglich: jederzeit und überall über Desktop oder Mobilgerät verfügbar.
  • Optimierte Kosten- und Materialnutzung: Baukosten verringern und gleichzeitig die langfristige Standsicherheit des Projekts sicherstellen.
  • Konform mit Branchenstandards: entspricht AASHTO und weiteren technischen Richtlinien.