
Die Deponie der Klasse II in Ennigerloh auf einem ehemaligen Kalksteinbruch ist seit 1981 in Betrieb. Der 44 ha große Standort verfügt über ein Volumen von etwa 6,5 Millionen m³ und nimmt vorbehandelte und mineralische Abfälle aus Warendorf, Gütersloh, Soest, Borken, Nordrhein-Westfalen und den angrenzenden Bundesländern an. Die Genehmigung läuft bis 2032.

Die zentrale Deponie des Entsorgungszentrums Ennigerloh befindet sich auf dem Gelände eines ehemaligen Kalksteinbruchs. Sie wurde 1981 in Betrieb genommen und hatte eine geplante Fläche von 44 ha mit einem Verfüllvolumen von etwa 6,5 Millionen m³. Mechanisch und biologisch behandelter Abfall aus den Kreisen Warendorf, Gütersloh, Soest und Borken (alle in Deutschland gelegen) sowie mineralischer Abfall aus den Kommunen Warendorf und Gütersloh wird auf der Deponie abgelagert. Darüber hinaus werden aus dem gesamten Bundesland Nordrhein-Westfalen und den angrenzenden Bundesländern Abfallfraktionen übernommen, die sich zur Ablagerung eignen. Die zentrale Deponie Ennigerloh ist der Deponieklasse II zugeordnet. Der Betrieb der Deponie ist nach Genehmigungsrecht bis 2032 zugelassen.

Nach dem Ende des Steinbruchbetriebs verbleibt eine Felsschicht von mehr als 30 m Mächtigkeit, die bereits ein natürliches Gefälle aufweist und als geologische Barriere für Basisabdichtungen dient. Die erforderlichen ingenieurtechnischen Lösungen für die Erweiterungsabschnitte und die Umsetzung der Baumaßnahmen müssen rechtzeitig geplant werden, um die Entsorgungssicherheit gewährleisten zu können.
Da die vorhandenen Verfüllbereiche bereits verfüllt sind, muss neues Deponievolumen geschaffen werden. Ausgangspunkt für den Deponieabschnitt 15 ist die vorhandene Felsschicht als geologische Barriere. Diese Schicht wurde wie folgt aufgebaut:
Zunächst wird eine geotechnische Barriere mit einem Durchlässigkeitsbeiwert im eingebauten Zustand von kf ≤ 1 × 10-9 m/s in einer Mindestdicke von 1 m eingebaut. Diese Schicht muss so dick sein, dass sie Schadstoffe zurückhält.
Über diese geotechnische Barriere wird eine mineralische Abdichtung in zwei Schichten von jeweils 25 cm (D = 0,5 m) aufgebracht. Diese Schicht besteht aus Ton (gemäß Eignungsnachweis BQS 2.0) mit einem Durchlässigkeitsbeiwert von kf ≤ 1 x 10-10 m/s.
Die 2,5 mm dicke HDPE-Kunststoffdichtungsbahn mit BAM-Zulassung wird im Pressverbund auf der mineralischen Abdichtung eingebaut, verschweißt und anschließend geprüft.
In Deponieabschnitt 15 schützt ein von BAM zugelassenes Schutzvlies mit einem Flächengewicht von ≥ 2.000 g/m² die Kunststoffdichtungsbahn vor Schäden infolge der darüberliegenden Dränschicht. Diese besteht aus einem Gleisschotter mit einer Korngröße von 8/32 mm sowie der zusätzlichen Belastung aus der Deponie.
Die genehmigte Auffüllhöhe am höchsten Punkt der Deponie beträgt etwa 30m und liegt damit 126m über dem Meeresspiegel (Höhe über dem Meeresspiegel).
Die aufeinander abgestimmte Naue Basisabdichtung ermöglicht die Schaffung neuen Deponievolumens und unterstützt zugleich die langfristige Entsorgungssicherheit.
Zugelassene Materialien, fachgerechtes Schweißen und anschließende Prüfungen unterstützen eine gleichbleibende Einbauqualität und Betriebssicherheit.
Nr. 00214