
Der Offshore-Windpark Moray West erstreckt sich über 225 km² im schottischen Moray Firth. Seine 60 Turbinen mit jeweils 285 m Höhe erzeugen 882 MW – genug für 1,3 Millionen Haushalte bzw. 50 % der schottischen Haushalte.

Der Offshore-Windpark Moray West, gelegen im äußeren Moray Firth nordöstlich der Tarbat-Halbinsel in Easter Ross, Schottland, erstreckt sich über eine Fläche von etwa 225 Quadratkilometern. Die 285 m hohen Turbinen sind rund 50 km nördlich der Küste von Aberdeenshire und 40 km südlich von Wick positioniert. Dieses Projekt mit 60 Turbinen wird 882 Megawatt grüne Energie in das nationale Stromnetz einspeisen, genug, um etwa 1,3 Millionen Haushalte mit Strom zu versorgen, was 50 % der schottischen Haushalte entspricht.
Für die Onshore-Vorbereitungsarbeiten war der Bau von zwei unterirdischen Kabelsystemen vom Landungspunkt in der Sandend Bay bis zur neuen Umspannanlage Whitehillock, 30 km südwestlich von Sandend, erforderlich. Die Trasse machte die Anlage eines 30 m breiten Korridors zur Führung der Kabel notwendig, einschließlich mehrerer strategisch angeordneter temporärer Baustelleneinrichtungen und Lagerflächen. An beiden Enden des Korridors wurden zwei zentrale Baustelleneinrichtungen eingerichtet, eine in der Nähe der Sandend Bay und die andere angrenzend an die Umspannanlage Whitehillock. Entlang der gesamten Strecke wurden tragfähige Baustraßen benötigt, um den Transport von Personal, schweren Geräten und Materialien zu gewährleisten. Der Bau dieser Baustraßen brachte mehrere Herausforderungen mit sich. Eine wesentliche Anforderung war der Rückbau und die Wiederherstellung der Baustraßen nach Abschluss der Bauarbeiten unter Verwendung der zwischengelagerten Böden sowie deren Wiederansaat oder Wiederbepflanzung. Der ausgehobene Oberboden musste bis zur Wiederherstellung auf Geotextilien zur Trennung gelagert werden. Zusätzlich mussten Geotextilien überall dort eingebaut werden, wo Torflinsen oder Grundwasseraustritte angetroffen wurden, um eine Trennung zwischen Unterböden und eingebauter Gesteinskörnung sicherzustellen und Setzungen der Baustraßen zu vermeiden. Eine weitere wesentliche Herausforderung war die geringe und stark schwankende Tragfähigkeit (CBR-Wert (California Bearing Ratio)) der vorhandenen Unterböden, die zwischen 0,4 % und 3 % lag. Dies erforderte eine sorgfältige Planung, um sicherzustellen, dass die Baustraßen die erforderlichen Lasten ohne übermäßige Verformungen aufnehmen konnten.
Die Geobaustoffe von Naue boten eine wirkungsvolle Lösung für diese Herausforderungen. JKR Contractors, verantwortlich für den Straßenbau und die Kabelarbeiten, stimmten sich mit dem Engineering-&-Design-Team von Naue ab. Dieses schlug den Einsatz von Combigrid® 40/40 Q1 GRK 4 C vor, um die planerischen Vorgaben und die örtlichen Gegebenheiten zu erfüllen. Dieses Geoverbundstoff kombiniert die Eigenschaften des Secugrid®-Geogitters und des Secutex®-Geotextils und bietet Trennung, Filtration, Stabilisierung und Bewehrung in einem einzigen Produkt.
Neil Ralston, Sales Engineer bei Naue, hob die Vorteile des Produkts hervor: „Combigrid® bietet erstklassige Eigenschaften und ermöglicht aufgrund seiner hohen Zugfestigkeit erhebliche Einsparungen bei den Gesteinskörnungsmengen. Nexans schätzte die technische Unterstützung und das Engagement des Designteams von Naue während des gesamten Projekts.“
Der Einsatz des Combigrid®-Geoverbundstoffs von Naue im Projekt Moray West Offshore Wind Farm stellte eine robuste Lösung für die bestehenden Bauherausforderungen sicher. Die wirkungsvolle Kombination aus hoher Festigkeit und einfachem Einbau machte es zur idealen Wahl für dieses anspruchsvolle Projekt im Bereich der grünen Energie.
Combigrid® kann vor Ort mit einfachen Überlappungen ausgerollt werden, wobei für das Zuschneiden Standardwerkzeuge erforderlich sind.
Combigrid® gewährleistet die Trennung feiner Untergrundböden von groben Gesteinskörnungstragschichten, erhält langfristig die Filterstabilität und erhöht die Tragfähigkeit.
Nr. 01026