
Naue baut die drei in ZTV-ING Teil 5, Abschnitt 3 und in den AK Tunnel-Richtlinien definierten Standardsysteme — DWA (druckwasserhaltende Abdichtung), DWA-I (Druckwasserhaltende Abdichtung mit Injektionssystem (DWA-I)) und SWA (Sickerwasserabdichtung) — mit Carbofol® Kunststoffdichtungsbahnen für die Tunnelabdichtung ein. Naue verfügt über das AK Tunnel-Zeichen, überwacht durch die STUVA.
Der Einbau von Tunnelabdichtungssystemen ist entscheidend für die Sicherheit und die Nutzungsdauer moderner Verkehrstunnel. Naue ist Ihr Spezialist für Tunnelabdichtung und bietet maßgeschneiderte Lösungen für Straßentunnel, Eisenbahntunnel und Deckelbauwerke, wobei alle Nähte von nach DVS-2212 zertifizierten Schweißern geschweißt und geprüft werden.

Was ist eine druckwasserhaltende Abdichtung (DWA)?
DWA ist ein allseitig wirkendes Tunnelabdichtungssystem für Tunnel, die drückendem (hydrostatischem) Grundwasser mit mehr als 1 bar (mehr als 10 m Wassersäule) ausgesetzt sind. Es verwendet eine 3 mm dicke Carbofol®-Kunststoffdichtungsbahn, die kontinuierlich um den Tunnelquerschnitt herum eingebaut wird, wobei die Arbeitsfugen mit sechsrippigen Carbofol®-Fugenbändern gesichert werden, um eine Wasserwanderung bei Rissbildung im Beton zu verhindern. DWA ist insbesondere bei aggressivem Grundwasser (Expositionsklasse XA3) von Bedeutung.
Warum ist die Abdichtung entscheidend?
Ein einzelner Membrandefekt unter hydrostatischem Druck kann zu dauerhaftem Wassereintritt, Korrosion und struktureller Schädigung führen. Ein zuverlässiges DWA-System verhindert den Wassereintritt, schützt die Konstruktion und minimiert langfristige Wartungs- und Instandsetzungskosten.

Was ist DWA-I?
DWA-I hat den gleichen grundlegenden Aufbau wie das DWA-System für drückendes Wasser über 1 bar (mehr als 10 m Wassersäule), ist jedoch um ein integriertes Injektionsschlauchnetz ergänzt. Treten nach der Fertigstellung Undichtigkeiten auf, kann an der Leckstelle Injektionsstoff eingebracht werden, um die Dichtheit wiederherzustellen – ohne den Tunnel ausheben zu müssen.
Warum ist die Abdichtung entscheidend?
In innerstädtischen Tunneln unter bebauten Bereichen oder in komplexer Geologie ist ein Aushub zur Reparatur eines Lecks nach Fertigstellung häufig unmöglich oder nur mit unverhältnismäßig hohem Aufwand realisierbar. Das integrierte Injektionssystem ermöglicht eine schnelle, gezielte Reparatur von Leckagen oder Betonfehlern und erhöht so die Nutzungsdauer und Zuverlässigkeit des Tunnels.

Was ist die Sickerwasserabdichtung (SWA)?
SWA schützt Tunnel vor eindringendem Sickerwasser bei Drücken unter 1 bar. Es kommt eine 2 mm starke Carbofol®-Tunnelabdichtung als Schirmabdichtung zum Einsatz; einströmendes Sickerwasser wird drucklos über eine Längsdrainage im Sohlenbereich abgeführt, um einen Wasseranstau zu verhindern. Bei stark angreifendem Sickerwasser (Expositionsklasse XA3) wird eine einlagige Kunststoffdichtungsbahn um das gesamte Bauwerk herum eingebaut.
Warum ist die Abdichtung entscheidend?
Unkontrolliertes Sickerwasser kann die Tunnelkonstruktion und die Innenschale schädigen. Ein zuverlässiges SWA-System hält den Tunnelinnenraum trocken, schützt die Konstruktion vor Feuchtigkeit und vermeidet kostspielige Instandsetzungen, während es gleichzeitig die Sicherheit der Tunnelbenutzer erhöht.
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Naue führt den Einbau der drei standardisierten Tunnelabdichtungssysteme DWA (Druckwasserabdichtung), DWA-I (Druckwasserhaltende Abdichtung mit Injektionssystem (DWA-I)) und SWA (Sickerwasserabdichtung) mit Carbofol®-Kunststoffdichtungsbahnen für die Tunnelabdichtung aus. Naue verfügt über das AK Tunnel-Zeichen, überwacht durch die STUVA.
DWA ist ein vollumfassendes System für Tunnel unter hydrostatischem Grundwasserdruck von mehr als 1 bar (mehr als 10 m Wassersäule). Es verwendet eine 3 mm starke Carbofol®-Kunststoffdichtungsbahn über den gesamten Querschnitt mit sechsrippigen Fugenbändern an den Arbeitsfugen.
DWA-I ist das DWA-System mit werkseitig angebrachtem Injektionsschlauchnetz. Es wird vorgesehen, wenn Undichtigkeiten nach der Bauausführung möglicherweise durch Injektion von Verpressmaterial ohne Aufgraben des Tunnels instandgesetzt werden müssen – zum Beispiel bei innerstädtischen Tunneln oder komplexer Geologie.
SWA ist eine Schirmabdichtung für Sickerwasserbedingungen unterhalb von 1 bar. Eine 2 mm starke Carbofol®-Kunststoffdichtungsbahn sammelt das Sickerwasser und leitet es über eine Längsdränage im Sohlenbereich ohne Druckaufbau ab.
Das AK Tunnel-Zeichen (Arbeitskreis Tunnelabdichtung e.V.) ist das Branchen-Qualitätszeichen für Einbauer von Kunststoffdichtungsbahnen im Tunnelbau und wird von der STUVA überwacht. Es ist rechtlich nicht verpflichtend, wird jedoch von vielen öffentlichen Auftraggebern (Autobahn GmbH, DEGES, Deutsche Bahn) als Mindestanforderung vorgesehen. Naue hält dieses Zeichen.
Die Tunnelabdichtung beim Einbau erfolgt gemäß ZTV-ING Teil 5, Abschnitt 3 und den Richtlinien des AK Tunnel. Die Schweißer sind nach DVS-2212 zertifiziert, und das Schweißen und Prüfen der Nähte erfolgt nach DVS 2225-5 (Schweißen von Kunststoffdichtungsbahnen im Tunnelbau).
Ja. Naue ist international tätig; anwendbare lokale Normen und Gleichwertigkeiten von Zertifizierungen werden in der Projektplanungsphase geprüft.