Project Description

Lärmschutz für die Niederlande

Lärmschutz für die Niederlande

Utrecht/Espelkamp. Alle ein und zweistellig bezeichneten Autobahnen in Holland heißen Rijksweg. Das sind Straßen, die das holländische Verkehrsministerium bauen und unterhalten lässt. Die A2 ist solch ein Rijksweg, der von Amsterdam über Utrecht und Eindhoven bis an die belgische Grenze bei Maastricht führt. Im Zuge der Erweiterung der A2 wurde die Anschlussstelle in der Nähe von Utrecht neu gestaltet. Die beiden Fahrbahnen wurden jeweils fünfspurig ausgebaut, inklusive dem Bau von umfangreichen Lärmschutzwällen. Das Projekt führten die holländische Behörde Rijkswaterstaat und Trajectum Novum in einer gleichberechtigten Allianz durch. Die Allianz verantwortete gemeinsam das Budget der Gesamtmaßnahme und ist so dem gemeinsamen Erfolg verpflichtet gewesen. „So etwas hat es in Holland noch nicht gegeben“, sagt Diplom Ingenieur Lars Vollmert, Geschäftsführer der BBG Bauberatung Geokunststoffe GmbH & Co. KG mit Sitz in Espelkamp. Kurze Abstimmungs- und Entscheidungswege erlaubten eine baubegleitende Planung und zugige Umsetzung. Trajectum Novum, ein projektbezogener Zusammenschluss mehrerer Bauunternehmen und Planungsbüros, entschied sich in der Qualifizierungsphase für NAUE als Lieferanten der Geogitter, die für die bewehrten Lärmschutzwälle benötigt werden, und für die BBG Bauberatung Geokunststoffe zur technischen Unterstützung der Planungsabteilung der Allianz. „Wir konnten mit dem umfassenden Lieferprogramm, anspruchsvollen Referenzprojekten und der Wirtschaftlichkeit der Produkte punkten. Das Gesamtpaket aus Vorentwurf, Lieferleistung und der zugesagten technischen Unterstützung in der Planungs- und Ausführungsphase hat schließlich den Ausschlag gegeben.“ so Dipl-Ing. Walter Ewert, zuständiger Vertriebsleiter bei NAUE. Die BBG Bauberatung Geokunststoffe hatte in Zusammenarbeit mit der technischen Abteilung von Trajectum Novum die technischen Entwürfe und Ausführungsdetails ausgearbeitet.

Geokunststoffe spielen bei der Gewährleistung der Standsicherheit von Straßenrampen und bei der Ausführung von Lärmschutzwällen eine übergeordnete Rolle. Im Zuge dieser Neugestaltung hatten die Planer auf einer Länge von vier Kilometern Lärmschutzwälle und zahlreiche Steilböschungen vorgesehen, die als kunststoffbewehrte Erde (KBE) Konstruktion ausgeführt wurden. Die Konstruktionen wurden zum Teil auf gewachsenem, größtenteils sehr setzungsempfindlichem Untergrund errichtet. Teilbereiche wurden im Vorfeld durch aufgespülten Sand und unter Verwendung von Vertikaldräns vorkonsolidiert. Vollmert: „Die KBE wurde entweder in der Umschlagmethode gebaut und begrünt oder sie erhielt mit Steinen hinterfüllte Stahlgitterelemente als Außenhaut. Die Stahlgitterelemente wurden auf Wunsch des Architekten nicht verzinkt, die Durchmesser des Stahls mussten auf die geforderte Lebensdauer ausgelegt werden. Um die erforderliche Standsicherheit zu erreichen, wurden NAUE-Geokunststoffe eingesetzt, wie zum Beispiel Secugrid®-Geogitter, um eine langfristige, sichere und wirtschaftliche KBE-Konstruktion herzustellen. Das Projekt umfasste die gesamte Infrastrukturmaßnahme vom Entwurf bis zum Bau des Teils der A2 zwischen Leidsche Rijn Tunnel und dem Autobahnkreuz Oudenrijn.