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Deichbau 2018-06-04T10:46:53+00:00

Deichbau

Beim Bau von Deichen ist es erforderlich, dass das Bauwerk dauerhaft stabil und dicht bleibt. NAUE Geokunststoffe übernehmen langfristig wichtige Funktionen im Bauwerk.

Reduzierung der Sickerlinie / Abbau des Porenwasserdrucks

Zur Erhöhung der Standsicherheit und zur Reduzierung der Sickerlinie im Lastfall Hochwasser werden Auflastfilter auf der luftseitigen Böschung eines Deiches angeordnet. Hierdurch wird das den Deichkörper durchströmende Wasser im luftseitigen Filterbereich gefasst. Somit wird der Porenwasserdruck entspannt und ein Porenwasserüberdruck verhindert, was letzt endlich die Dammstabilität sichert. Wegen der hohen Anforderungen an die Filterstabilität werden mechanisch verfestigte Terrafix® Geotextilien als Filter zwischen Deichkörper und Auflastfilter und in der Aufstandsfläche des Auflastfilters eingesetzt. Auf der wasserseitigen Böschung verhindern Terrafix® Geotextilien langandauernde Ausspülungen, die die Standsicherheit des Bauwerkes deutlich einschränken können. Die Filterstabilität von Terrafix® wird durch die dreidimensionalen, labyrinthartigen Porenkanäle, die die Bodenstrukturen ideal nachbilden, erzielt. Zudem sind Terrafix® Geotextilien wegen ihrer hohen Dehnfähigkeit äußerst robust und passen sich Unebenheiten im Untergrund sehr gut an.

Dichten

Bei einer Sanierung oder beim Neubau eines Deiches kann als kostengünstige Alternative zum erdbautechnisch verdichteten, 60 cm dicken bindigen Boden die ca. 10 mm dicke vernadelte geosynthetische Tondichtungsbahn Bentofix® mit hochquellfähigem Natriumbentonit als wasserseitige Dichtung zum Einsatz kommen. Durch die vollflächige, richtungsunabhängige Vernadelung von Bentofix® mit über 2 Millionen Fasern pro m² und den Einsatz von mechanisch verfestigten Vliesstoffen als Deck- und Trägergeotextil mit rauer Oberflächenstruktur sowie einer großen inneren und äußeren Scherfestigkeit sind Böschungsneigungen steiler als 1 : 2,5 realisierbar. Bei ungünstigen Bodenverhältnissen oder steileren Böschungen kann die Standsicherheit durch ein zusätzliches Secugrid® Geogitter sichergestellt werden. Gerade bei einer Deichsanierung müssen durch die Verwendung von Bentofix® Tondichtungsbahnen aufgrund der geringeren Aufbauhöhe sehr viel weniger Bodenbewegungen im Vergleich zu Tondichtungen durchgeführt werden. Bei der Bentofix® Variante BFG 5000 ist der Deckvliesstoff werkseitig vollflächig mit Bentonitpulver gefüllt. Somit kann auf die sonst übliche Bentoniteinstreuung im Überlappungsbereich vor Ort verzichtet werden. Dadurch ist eine besonders wirtschaftliche Verlegung möglich.

Bei Bentofix® geosynthetischen Tondichtungsbahnen schützen die Träger- und Deckgeotextilien nicht nur den Bentonit, sondern bieten auch ausreichende Robustheit für die Handhabung auf der Baustelle. Bei den zu erwartenden großen Einbaubeanspruchungen empfiehlt es sich, Bentofix® mit mechanisch verfestigten Geotextilien einzusetzen, die eine Masse pro Flächeneinheit von = 270 g/m² haben.

Alternativ können auch Carbofol® Kunststoffdichtungsbahnen aus PEHD mit einer Mindestdicke von 1,5 mm eingebaut werden. Carbofol® lässt sich nicht nur leicht verlegen, sondern besitzt zudem einen günstigen materialspezifischen Schmelzindex. Dadurch lassen sich die Bahnen sehr gut miteinander verschweißen. Für eine ausreichende Scherkraftübertragung in Böschungsbereichen sorgen unterschiedliche Strukturen der Oberfläche. In allen Fällen sind die Scherparameter mit den umgebenden Böden durch entsprechende Scherversuche objektspezifisch zu ermitteln und die Standsicherheit rechnerisch zu bestätigen. Je nach Anforderungen müssen oberhalb und ggf. auch unterhalb von Carbofol® zusätzlich mechanisch verfestigte Schutzvliesstoffe, z. B. Terrafix® oder Secutex®, eingesetzt werden. Bei schwachkiesigen Sanden (Kiesanteil ≤ 30 %) reicht es aus, Carbofol® mit Schutzvliesstoffen mit einem Flächengewicht von 400 g/m² zu schützen. Bei grobkörnigen Böden können auch Schutzvliesstoffe bis 1200 g/m² erforderlich sein.

Wurzelschutzbahn

Wurzeln von Buschwerk oder Bäumen können in den luftseitigen Auflastfilter oder in den Deichkörper eindringen. Dadurch kann die Dränleistung des Auflastfilters oder die Dichtigkeit des Deiches gemindert werden. Mit vertikal angeordneten mindestens 1 mm dicken Carbofol® Kunststoffdichtungsbahnen ist ein wirksamer Schutz gegen Wurzel wuchs in kritischen Bereichen möglich und auch eine langfristige Beständigkeit gegeben. Carbofol® ist ab einer Stärke von 2,0 mm zusätzlich dauerhaft beständig gegen Nagetiere.

Erosionsschutz

In steileren Böschungsbereichen entstehen bei Stark regenereignissen häufig Erosionsrinnen oder der frisch eingebrachte Grassamen wird weggewaschen. Mit der Secumat® Erosionsschutzmatte wird dies verhindert, da der Boden bei abfließendem Oberflächenwasser in der dreidimensionalen Wirrgelegestruktur zurückgehalten wird. Dazu wird Secumat® direkt auf der Böschung verlegt und mit dem Boden befüllt. Das Wurzelwerk der Vegetation wächst in das Secumat® Wirrgelege hinein und ist somit fest und wirksam verankert.

Fazit

Deiche werden zum Hochwasserschutz gebaut und müssen ihre Funktionstüchtigkeit während dieser Phase für einen befristeten Zeitraum erfüllen. Terrafix® Geotextilien kommen zum Einsatz, um Ausspülungen auf der wasserseitigen Böschung zu verhindern.

Auf der Luftseite wird Terrafix® im Austrittsbereich der Sickerlinien eingesetzt, um rückschreitende Erosionen zu verhindern.

Damit bleibt die Abflussleistung des Auflastfilters uneingeschränkt erhalten und die Standsicherheit des Bauwerks wird sichergestellt. Bentofix® Tondichtungsbahnen und Carbofol® Kunststoffdichtungsbahnen, geschützt mit Terrafix® oder Secutex® Schutzvliesstoffen, werden als Dichtungselemente verwendet. Secugrid® Geogitter stellen darüber hinaus im Böschungsbereich die Standsicherheit her und Secumat® bzw. Carbofol® sorgen für den Erosions- bzw. Wurzelschutz.

Mit NAUE Systemlösungen werden somit dauerhaft sichere Deiche gebaut.