Glossar
siehe chemisch verfestigter Vliesstoff
Durch Aktivierung aus Kalziumbentonit erzeugter Natriumbentonit mit Durchlässigkeiten von ca. 5 x 10-11 m/s. Die Wasseraufnahmekapazität (nach 24 Stunden) liegt bei ca. 600 %.
Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung, Berlin
Aus saurer Vulkanasche durch Verwitterung entstandenes quellfähiges Tonmineral mit dem Hauptbestandteil Montmorillonit mit sehr niedrigen Durchlässigkeiten (ca. 1 x 10-9 bis 5 x 10-12 m/s). Durch die relativ große negativ geladene Oberfläche (ca. bis 800 m2/g) besitzt z. B. der Natriumbentonit eine hohe Kationenaustauschkapazität (ca. 80 bis 120 mval/100 g) und somit ein hohes Schadstoffadsorptionsvermögen. Bei geosynthetischen Tondichtungsbahnen werden fast ausschließlich natürliche Natriumbentonite eingesetzt, gelegentlich aktivierte Natriumbentonite.
siehe geosynthetische Tondichtungsbahn
Durch das Benetzen mit flüssigen Bindemitteln, die anschließend durch Wärmebehandlung getrocknet werden, werden Faserkreuzungspunkte ummantelt und chemisch (adhäsiv) miteinander verbunden. Es entsteht ein steifer Vliesstoff mit niedriger Dehnung, der somit anfällig gegen robuste Einbaubeanspruchungen ist. Chemisch verfestigte Vliesstoffe werden im Geokunststoffbereich kaum eingesetzt.
Die Einheit Dezitex (dtex) entspricht dem Gewicht (in g) eines Fadens, Garns oder Zwirn von 10.000 m Länge, z. B. 6,7 dtex = 6,7 g/10.000 m.
Deutsches Institut für Bautechnik, Berlin
Fabrikmäßig hergestelltes undurchlässiges Produkt (Bahn) aus einem synthetischen Rohstoff - ein- oder mehrlagig -, das zum Dichten eingesetzt wird. Man unterscheidet homogene (Folie, Dicke < 1,0 mm, oder Kunststoffdichtungsbahn Dicke größer bzw. gleich 1,0 mm) und heterogene Dichtungsbahnen.
Fabrikmäßiges Produkt aus mindestens einem Geokunststoff, welches zum Dichten eingesetzt wird, jedoch nicht in die Kategorie Dichtungsbahn fällt. Dichtungsbahnverwandte Produkte sind z. B. geosynthetische Tondichtungsbahnen.
siehe Monofilament
siehe geosynthetisches Dränsystem
siehe Dezitex
siehe Filamente
Linienförmiges Gebilde zur Beschreibung der Erscheinungsform (z.B. Kettfaden) und nicht der Art des Erzeugnisses (z.B. Multifilamentgarn, Monofilamentgarn)
siehe Spinnfaser
siehe Feinheit
Maß für die Stärke eines Fadens, Garns oder Zwirn. Die übliche Maßeinheit ist das tex.
Aus Spinndüsen gewonnene Endlosfasern. In Geokunststoffprodukten kommen überwiegend Monofilamente und Multifilamente zum Einsatz.
Dünnes undurchlässiges Produkt (Dicke < 1,0 mm), bestehend aus einem synthetischen Rohstoff, zum Dichten.
Eigenschaft der Kreuzungspunkte der Zugelemente von Geogittern, bei denen die Kreuzungspunkte nicht miteinander verschiebefest, sondern lediglich durch eine zusätzliche Ummantelung (i. d. R. PVC) fixiert in der Bewehrungsebene liegen. Die Kraftübertragung mit dem Bodem erfolgt nahezu ausschließlich durch Reibung. Eine Übertragung von Querkräften in die Längsrichtung ist aufgrund der flexiblen Knotenverbindung häufig kaum oder nur eingeschränkt möglich.
Durch Schneiden von Folien entstandene schmale Streifen, die als zugkraftaufnehmendes Element bei Geweben verwendet werden.
Linienförmiges Gebilde, zusammengehalten aus einer Anzahl verdrehter Spinnfasern (Fasergarn) oder Filamente (Multifilamentgarn). Monofilamentgarne sind dagegen Drähte aus Kunststoff mit Durchmesser > 0,1 mm.
Übereinander kreuzweise gelegte Zugelemente die an den Kreuzungsstellen flexibel (z. B. polymerummantelte Gewebebänder mit einer PVC-Ummantelung), knotensteif oder knotenfest (z. B. geschweißte monolithische PES/PET-Stäbe) verbunden sind, um Bewehrungsaufgaben zu erfüllen.
Zum Bewehren eingesetztes geotextilverwandtes Produkt mit einem offenen Netzwerk aus zugkraftaufnehmenden Elementen. Unterschiedliche Herstellungsverfahren führen zu gestreckten, gewebten und gelegten Geogittern. Man unterscheidet in Bezug auf das Tragverhalten zwischen knotensteifen, knotenfesten und flexiblen Geogittern. Die Kraftübertragung zum Boden wird durch Reibung und durch Verzahnung des Verfüllbodens in den Gitteröffnungen erbracht. Gelegte und knotenfeste Geogitter aus homogenen Stäben sind wegen der großen Stegquerschnitte robuster gegen Einbaubeanspruchungen als Gewebe, Gittergewebe oder gewebte Geogitter.
Im Kontakt mit Böden und anderen Baustoffen im Bauwesen verwendetes durchlässiges oder undurchlässiges Produkt aus synthetischen Rohstoffen, das für die Funktionen Filtern, Dränen, Trennen, Bewehren, Schützen, Verpacken, Erosionsschutz und Dichten eingesetzt wird.
siehe Geokunststoff
Dreidimensionales Produkt aus synthetischen Rohstoffen, bestehend aus einer Sickerschicht und in den meisten Fällen bedeckt mit mindestens einem geotextilen Filter. Das geosynthetische Dränsystem sammelt flächig Flüssigkeiten oder Gase und leitet diese ab (Dränen).
Dichtungsbahnverwandtes Produkt mit mindestens einer dichtenden Tonschicht (üblicherweise Bentonit), zum Zwecke des Dichtens, bei dem die Tonschicht zwischen Geokunststoffen (Deck- und Trägergeotextil) eingekapselt ist oder auf einem Geokunststoff befestigt wird. Schubkraftübertragende geosynthetische Tondichtungsbahnen sind vernadelt oder vernäht.
Durchlässiges Produkt aus synthetischen Rohstoffe
Gewebe, Maschenware oder Vliesstoff -, das in geotechnischen und bautechnischen Bereichen eingesetzt wird. Das Geotextil kann eine oder mehrere Funktionen (Filtern, Dränen, Trennen, Bewehren, Schützen, Verpacken, Erosionsschutz) erfüllen. Gewebe, Geogitter und Maschenwaren werden dabei größtenteils zum Bewehren, Vliesstoffe zum Filtern, Dränen, Trennen, Verpacken und/oder Schützen eingesetzt.
Durchlässiges Produkt aus synthetischen Rohstoffen, welches nicht in die Klassifizierung eines Geotextils fällt, z. B. Geogitter, Verbundstoff.
siehe profilierte Oberfläche
Gelochte Kunststoffdichtungsbahn, die in einer oder mehreren Richtungen gestreckt wird, um eine Orientierung der Polymermoleküle in den Stegen zu bewirken. Die Knotenpunkte sind unverschieblich / knotensteif und besitzen eine optimale Torsionsstabilität. Die Kraftübertragung zum Boden wird durch Reibung und Verzahnung des Verfüllbodens in den Gitteröffnungen erbracht. Gestreckte Geogitter sind wegen der großen Stegquerschnitte robuster gegen Einbaubea nspruchungen als Gewebe, Gittergewebe oder gewebte Geogitter.
Ein Produkt, das überwiegend zum Bewehren eingesetzt wird und durch rechtwinklige, verkreuzende (Kette und Schuß), Fäden (Folienbändchen, Garne oder Zwirne) nicht knotensteif hergestellt/gewebt wird. Gewebe besitzen richtungsabhängige Festigkeiten, und die Fäden sind beim Aufbringen eines grobkörnigen Bodens beschädigungsanfälliger als z. B. die vergleichsweise dicken Zugelemente gestreckter Geogitter. Bei Beschädigung eines oder mehrerer Fäden verliert das Gewebe einen Teil seiner Festigkeit in Fadenrichtung. Gewebe besitzen produktions-bedingt eine Konstruktionsdehnung, die im Anwendungsfall zuerst überwunden werden muß, bevor Zugkräfte aufgenommen werden können.
Gewebe mit flexiblen Kreuzungspunkten und Öffnungen > 10 mm, für Bewehrungsaufgaben. Gewebte Geogitter besitzen produktionsbedingt eine Konstruktionsdehnung, die im Anwendungsfall zuerst überwunden werden muß, bevor Zugkräfte aufgenommen werden können.
Gewebe mit flexiblen Kreuzungspunkten und Öffnungen des offenen Netzwerks zwischen 3 mm und 10 mm. Gittergewebe besitzen produktionsbedingt eine Konstruktionsdehnung, die im Anwendungsfall zuerst überwunden werden muß, bevor Zugkräfte aufgenommen werden können.
Oberfläche einer Dichtungsbahn, die glatt ist und keine Struktur oder Prägung aufweist.
Fabrikmäßig hergestelltes undurchlässiges Produkt (Bahn) aus überwiegend synthetischen Rohstoffen, wobei mindestens eine Schicht als homogene Dichtungsbahn bezeichnet werden muß. Eine Variante ist z. B. die Dichtungsbahn mit einer Kupfersperrschicht, die die Diffusion von chlorierten Kohlenwasserstoffen verhindert.
Fabrikmäßig hergestelltes undurchlässiges Produkt (Bahn) aus einem synthetischen Rohstoff, zum Zwecke des Dichtens, z. B. Folie (Dicke < 1,0 mm) oder Kunststoffdichtungsbahn (Dicke größer bzw. gleich 1,0 mm). Die gängigsten verwendeten Rohstoffe sind: Polyethylen (PE), Polypropylen (PP) oder Polyvinylchlorid (PVC).
Die bei Geweben und Gewirken in Längsrichtung verlaufenden Fäden.
Eigenschaft der Kreuzungspunkte von Zugelementen von Geogittern, bei denen die Kreuzungspunkte verschiebefest, torsionssteif und in der Regel geometrisch nicht exakt definiert, jedoch deutlich dicker als die Stege ausgebildet sind.
Eigenschaft der Kreuzungspunkte der Zugelemente von Geogittern, bei denen die Kreuzungspunkte verschiebe- und in der Bewehrungsebene zugfest ausgebildet sind. In der Regel ergibt sich eine exakte Knotengeometrie durch die Verbindung von Längs- und Querelementen im Geogitter. Die Knotengeometrie beeinflusst zusätzlich das Maß der Torsionssteifigkeit.
siehe thermisch verfestigter Vliesstoff
Anfangsdehnungen im Bauzustand ohne besondere Kraftaufnahme, insbesondere bei Geweben, Gittergeweben und gewebten Geogittern, bedingt durch sich verkreuzende, nicht knotensteif verbundene Zugelemente.
Homogene Dichtungsbahn aus einem synthetischen Rohstoff, hergestellt mit einer Mindestdicke von 1,0 mm. Im Deponiebau werden in Deutschland wegen der hohen chemischen Beständigkeit fast ausschließlich BAM-zugelassene PEHD-Kunststoffdichtungsbahnen (Dicke > 2,5 mm) zum Dichten eingesetzt. Für den Grundwasserschutz kommen in der Regel DIBt-zugelassene Produkte zum Einsatz. Die Oberfläche kann glatt, profiliert, strukturiert oder sandrauh sein und ist für das Reibungsverhalten von Bedeutung.
Gestricktes oder gewirktes Produkt zum Bewehren, welches aus einem oder mehreren Fadensystemen besteht, die schleifenförmig miteinander verbunden sind (vermascht) oder deren geradlinig verlaufende Fadensysteme durch ein weiteres Fadensystem miteinander verbunden sind.
Durch wechselndes Einstechen und Herausziehen einer Vielz ahl von Nadeln mit Widerhaken werden Spinnfasern oder Filamente miteinander dreidimensional verschlungen. Mechanisch verfestigte Vliesstoffe dehnen sich stärker, sind weniger anfällig gegen das Durchdrücken eines Steines, sind widerstandsfähiger gegen Durchschlagbeanspruchungen und weisen bessere filtertechnische Eigenschaften auf als z. B. thermisch verfestigte Vliesstoffe. Aufgrund der dreidimensionalen Oberflächenstruktur kann ein höherer Kontaktreibungswinkel zum angrenzenden Boden erzielt werden.
Filamente, die aus Einlochspinndüsen hergestellt werden, d. h. aus einem Elementar-material bestehen. Ab 0,1 mm Durchmesser werden Monofilamente auch als Drähte bezeichnet.
Faden bestehend aus mehreren Filamenten.
Verrottbarer Naturstoff wie Flachs, Jute oder Kokos, wird nur dann für textile Produkte eingesetzt, wenn ein Abbau des Produkt gefordert ist.
Natürlich vorkommender Bentonit mit hohem Anteil an Natriumionen. Die Durchlässigkeiten des natürlichen Natriumbentonits liegen im Bereich von < 5 x 10-11 m/s und eignen sich am besten für geosynthetische Tondichtungsbahnen. Die Wasseraufnahmekapazität (nach 24 Stunden) liegt bei ca. 800 %.
siehe nachwachsender Rohstoff
Thermoplast mit einer Dichte von ca. 1,14 g/cm3. Verliert durch Wasseraufnahme ca. 10 % an Festigkeit. Polyamid wird wegen der hohen Rohstoffkosten kaum eingesetzt.
Thermoplast mit guten chemischen Beständigkeiten, außer in alkalischen Bereichen (pH > 9). Aufgrund der hohen Dichte von 1,38 g/cm3 wird PET u. a. für Vliesstoffe im Wasserbau eingesetzt. Wegen der guten Festigkeit und der geringen Kriechneigung wird PET auch zum Bewehren eingesetzt.
Thermoplast, welcher ausgezeichnete Beständigkeitseigenschaften besitzt. Im Geokunststoffbereich kommen größtenteils Polyethylen hoher Dichte (PEHD) und Polyethylen niederer Dichte (PELD) zum Einsatz.
Thermoplast, welcher derzeit die beste chemische Beständigkeit aufweist und zudem sehr gut verschweißbar ist. PEHD hat eine Dichte von ca. 0,94 - 0,96 g/cm3 und wird überwiegend im Deponiebau eingesetzt.
Thermoplast, welcher geringer chemisch beständig ist und niedrigere Festigkeiten aufweist als Polyethylen hoher Dichte (PEHD). PELD hat eine Dichte von ca. 0,92 g/cm3 und wird vorwiegend in der Agrarwirtschaft eingesetzt.
siehe synthetischer Rohstoff
Thermoplast mit sehr guten chemischen Beständigkeiten und einer Dichte von ca. 0,91 g/cm3. Geokunststoffe aus PP kommen in nahezu allen Anwendungsbereichen zum Einsatz.
Thermoplast, der durch den Einsatz von Weichmachern elastisch gemacht wird und eine Dichte von ca. 1,38 g/cm_ besitzt. Einsatz meist als Dichtungsbahn, wo flexible Bahnen gefordert sind. Durch das Auswaschen der Weichmacher ist die Langzeitbeständigkeit projektspezifisch zu untersuchen.
Oberfläche einer Dichtungsbahn, die beim Herstellungsprozess mittels profilierter Kalanderwalzen unmittelbar aus der Formmasse der Dichtungsbahn herausgeformt wird. Dadurch sind die geprägte Struktur und die Dichtungsbahn homogen und bestehen aus dem gleichen Rohstoff.
Oberfläche einer Dichtungsbahn, die strukturiert ist, bei der die Struktur faserartig aufgesprüht wird, wobei der Verbund zwischen der Struktur und der Dichtungsbahn deutlich schlechter ist als die Eigenfestigkeit der Dichtungsbahn. Gelegentlich unterscheiden sich herstellungsbedingt die Rohstoffe der Struktur und der Dichtungsbahn.
Die bei Geweben und Gewirken quer zur Kette (Längsrichtung) verlaufenden Fäden.
Dreidimensionales Produkt aus synthetischen Rohstoffen, das Flüssigkeiten oder Gase flächig sammeln und ableiten kann (Dränen).
Aus Filamenten durch Schneiden gewonnene Fasern, die zusätzlich gekräuselt sind. Bei mechanisch verfestigten Vliesstoffen kann diese dreidimensionale Verkräuselung u. a. das Abriebverhalten und das Reibungsverhalten verbessern.
siehe Spinnfaser
Oberfläche einer Dichtungsbahn, die strukturiert ist, bei der die Struktur mittels aufgeplatzter Gasblasen in einer dünnen äußeren Schicht erzeugt wird.
Für die Herstellung von Geokunststoffen werden überwiegend Polypropylen (PP), Polyethylen (PE), Polyester (PET), Polyvinylchlorid (PVC) und/oder Polyamid (PA) eingesetzt.
Die Einheit tex entspricht dem Gewicht (in g) eines Fadens, Garns oder Zwirn von 1.000 m Länge, z. B. 2 tex = 2 g/1.000 m. Daneben wird auch Dezitex (dtex) verwendet.
Durch Zugabe von Schmelzfasern, durch das Anschmelzen der Faseroberfläche oder mit Hilfe von Heißkalandern (Walzen) werden Faserkreuzungspunkte thermisch miteinander verfestigt. Die gängigste Herstellungsart ist die Verwendung von Heißkalandern. Dadurch entstehen relativ dünne, wenig robuste und selten filterstabile Vliesstoffe. Die thermische Verschmelzung der Faserkreuzungspunkte macht thermisch verfestigte Vliesstoffe starr (niedrige Dehnung) und somit anfälliger gegen Einbaubeanspruchungen.
Kunststoff, der sich bei Wärme verformt und beim Erkalten seine Form beibehält. Die bekanntesten Thermoplaste sind Polypropylen, Polyethylen, Polyester, Polyvinylchlorid und Polyamid.
siehe geosynthetische Tondichtungsbahn
Mehrschichtiges Produkt aus mindestens einem Geotextil oder geotextilverwandtem Produkt, welches mehrere Funktionen (Filtern, Dränen, Trennen, Bewehren, Verpacken, Erosionsschutz, Schützen und Dichten) übernimmt, z. B. geosynthetisches Dränsystem (Trennen, Filtern und Dränen; auf einer Kunststoffdichtungsbahn zusätzlich noch Schützen).
Durch wechselndes Einstechen und Herausziehen einer Vielzahl von Nadeln mit Widerhaken werden die einkapselnden Deck- und Trägergeotextilien der geosynthetischen Tondichtungsbahn miteinander dreidimensional, vollflächig, schubkraftübertragend und richtungsunabhängig verbunden, um den geringen inneren Reibungswinkel des Bentonits zu erhöhen und den Bentonit auch flächig erosionssicher einzukapseln.
siehe mechanisch verfestigter Vliesstoff
Beim Nähvorgang durchsticht eine Nadel mit Garn die Deckschicht, Bentonit- und Trägerschicht und wird durch eine Schlaufe geführt und wieder hochgeführt, um eine orientierte Schubkraftübertragung zu erzeugen. Die parallel verlaufenden Nähte sind dabei in definierten Abständen angeordnet. Durch die Richtung der Nähte ist eine bevorzugte Richtung der Scherkraftübertragung vorgegeben.
Gesamtmenge der abgelegten Spinnfasern bzw. Filamente vor der Verfestigung (mechanisch, thermisch oder chemisch verfestigt) zum Vliesstoff.
Flexibles durchlässiges Produkt aus synthetischen Rohstoffen, die aus flächenhaft aufeinander abgelegten ungeordneten Spinnfasern oder Filamenten bestehen, die mechanisch, thermisch oder chemisch verfestigt sind. Vliesstoffe werden zum Filtern, Dränen, Trennen, Verpacken, Schützen und/oder als Erosionsschutz eingesetzt.
Dreidimensionale, wirre, unregelmäßige Struktur einer Sicker- und Erosionsschicht aus Monofilamenten, die räumlich statisch bestimmt angeordnet sind.
Linienförmiges Gebilde, zusammengehalten aus einer Anzahl verdrehter Einzelgarne, meistens in der entgegengesetzten Drehrichtung der Einzelgarne.