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Zwischenabdichtung 2017-05-10T10:43:08+00:00

Zwischenabdichtung

Eine Zwischenabdichtung trennt zwei Deponiebereiche/-körper, die über- oder nebeneinander liegen können, wenn z. B. angenommen werden muss, dass der bis dahin befüllte Deponiekörper über keine ausreichende Basisabichtung verfügt oder zwei Verfüllabschnitte auf Grund unterschiedlicher Einlagerungsklassifizierungen (z. B. Deponieklasse (DK) I mit DK II oder DK II mit DK III) getrennt werden müssen. Die Zwischenabdichtung kann dann als Oberflächen- und gleichzeitig als Basisabdichtung dienen.

Die Zwischenabdichtung ist in der Deponieverordnung (DepV) nicht eindeutig beschrieben, sodass Genehmigungsbehörden häufig die Anforderungen an die Basisabdichtung fordern. In der Vergangenheit wurden Planfeststellungsbeschlüsse erteilt, bei denen für die Zwischenabdichtung einer Deponieklasse II eine geosynthetische Tondichtungsbahn (GTD) mit einem LAGA (Bund/Länder-Arbeitsgemeinschaft Abfall) Eignungsnachweis als Abdichtungselement anstelle einer mineralischer Dichtung in Kombination mit einer BAM (Bundesanstalt für Materialforschung und –prüfung) zugelassenen Kunststoffdichtungsbahn genehmigt wurde.

Die einfache Handhabung, die niedrige Aufbauhöhe und die wesentlich schnellere Verlegung gegenüber mineralischen Abdichtungen (z. B. Tondichtungen, Sand/Bentonitgemische oder andere In-situ Bodenbauweisen) sind gerade bei einer Abdichtungsmaßnahme auf einem Altdeponiekörper wichtige Argumente. Zudem sind Geokunststoffe flexibel an die Gegebenheiten vor Ort anpassbar und in der Lage, höhere Dehnungen infolge von Setzungen aufzunehmen. In der Summe spart der Einsatz von Geotextilien Zeit und Geld, schont natürliche Materialressourcen, reduziert Transporte und erhöht das verfügbare Volumen des neuen Deponiekörpers.

Bei inhomogen und/oder ungleichmäßig befüllten Altdeponien ist nicht immer ein stabiles Auflager für die Abdichtung sichergestellt. Bewehrungen mit Geogittern sind hier eine effiziente und raumsparende Lösung, wenn nach EBGEO 2010 dimensioniert wird.

NAUE Lösungen

Carbofol® PEHD Kunststoffdichtungsbahnen (KDB) mit einer Dicke von mindestens 2,5 mm und einer BAM-Zulassung dichten Deponiekörper nach allen Richtungen ab. Carbofol® erfüllt die hohen chemischen und physikalischen Anforderun- gen, die für eine sichered Deponie erforderlich sind. Die Oberfläche von Carbofol® KDB ist glatt (für Neigungen bis ca. 1:9) oder homogen strukturiert (für steilere Böschungsbereiche).

Bentofix® sind vernadelte geosynthetische Tondichtungsbahnen (GTD). Zwischen zwei Lagen Geotextilien ist hoch quell- fähiges Natrium-Bentonitpulver erosionssicher eingekapselt und vollflächig vernadelt. Bentofix® Tondichtungsbahnen (GTD) ersetzen die aufwendig herzustellenden, mineralischen Abdichtungskomponenten, sind widerstandsfähig gegen Austrocknung, robust gegen Einbaubeschädigungen und weisen ein für hoch quellfähig Bentonite typisches Selbstheilungsvermögen auf. Die innere Scherfestigkeit von GTD Bentofix® ist auch ausreichend für steilere Böschungsneigungen.

Secutex® ist ein mechanisch verfestigter Vliesstoff, der als Schutzgeotextil für Dichtungskomponenten oder als Trenn- und Filterschicht eingesetzt werden kann. Die Mindestanforderung an das Flächengewicht für ein Schutzgeotextil ist 1200 g/m², für einen Trenn- und Filtervliesstoff 300 g/m². Für beide Anwendungen weisen die entsprechen- den Secutex® Vliesstoffe die erforderliche BAM-Zulassung vor.

Secugrid® und Combigrid® Geogitter vergleichmäßigen Setzungen im Untergrund und wirken lastverteilend. Sie ermöglichen ebenso die Herstellung steiler Böschungen.